Dienstag, 30. März 2021

Habacher CDU hängt dreißig Nistkästen für Meisen auf - aktiver Vogelschutz und Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Dreißig komfortable Nistkästen für junge Meisenfamilien haben wir als CDU heute morgen gemeinsam rund um unser Heimatdorf aufgehängt. Wir hoffen, dass die Meisen bald in die Nistkästen einziehen und möglichst viele Eichenprozessionsspinner in den Eichenstangen, im Steinhauser Wald, rund um das Waldparkstadion und auch am Bürgerhaus verspeisen. Denn unsere Aktion dient gleichermaßen dem Vogelschutz wie auch der natürlichen Bekämpfung der gefräßigen Raupe, die heftige allergische Reaktionen auslösen kann.
Vielen Dank an René Finkler, Michelle Metzinger, Kevin Junker, Aline Kunz, Anna Bettscheider sowie an unseren CDU-Ortsvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Alwin Theobald.
Ein Wort des Dankes geht an die Gehöferschaft, die es uns erlaubt hat, in ihrem Wald die Nistkästen anzubringen. Danke aber auch an Moni Neu, die uns als aufmerksame Bürgerin auf diese Idee gebracht hat.

Eichenprozessionsspinner sind nicht nur schädlich für die Eichenbestände, sondern verursachen zudem gesundheitliche Probleme bei Mensch und Tier. Da die Bekämpfung mit Feuer und Gift zwar wirksam, aber keineswegs umweltfreundlich sei und zusätzliche Gefahren und Langzeitfolgen berge, gehen wir in Habach neue Wege. Im Feldzug gegen die Überzahl an Raupen setzen wir als CDU auf  natürliche Verbündete und unterstützen unsere heimischen Singvögel.
Vor allem Meisen haben den Eichenprozessionsspinner als Leibspeise auserkoren - was also liegt näher, als hier gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und aktiven Vogelschutz und die Bekämpfung des Schädlings miteinander zu verbinden.


"Als Landtagsmitglied war es mir eine Ehre, die dreißig hochwertigen Nistkästen zur Verfügung zu stellen", so unser Vorsitzender Alwin Theobald. Unser CDU-Fraktionssprecher im Ortsrat René Finkler, Anna Bettscheider und unser Gemeinderatsmitglied Aline Kunz zimmerten gemeinsam zunächst die Bausätze der Nistkästen zusammen. Gemeinsam mit Michelle Metzinger und Kevin Junker brachten René Finkler und Alwin Theobald nun heute Vormittag die schmucken neuen Appartements für unser kleinen geflügelten Freunde an.

Dabei suchten wir uns vor allem Stellen aus, wo einerseits im vergangen Jahr größere Populationen des Eichenprozessionsspinners auftraten, wo aber andererseits immer auch durch die Raupe besondere Gefahrenstellen für Menschen auftreten können, also beispielsweise am Spielplatz in der oberen Habach, am Grillplatz, am Bürgerhaus sowie natürlich an beliebten Spazier- und Wanderwegen und damit auch in weiten Teilen entlang der Strecke des Saarland-Mittelpunkt-Laufes. 

Wir hoffen, dass unsere Aktion damit auch diesem wichtigen Event des Habacher Sportvereins zugute kommt und die Raupen dieses Jahr den Streckenverlauf nicht beeinflussen.





Mittwoch, 25. November 2020

Auf Initiative der CDU Habach: Neuer Verkehrsspiegel macht Kreuzung Mittelstraße/Michelswald sicherer

Ein Verkehrsspiegel sorgt seit wenigen Wochen an der Kreuzung Mittelstraße / Am Michelswald für eine bessere Übersicht im Kreuzungsbereich. Fahrzeuge werden früher erkannt, sie Kreuzung insgesamt sicherer. Die beiden jungen Gemeinde- und Ortsratsmitglieder Aline Kunz und René Finkler hatten die zuvor schlechte Sicht auf den einmündenden Verkehr in den beiden Straßen im CDU-Ortsvorstand thematisiert. Dort wurde einstimmig beschlossen, die Aufstellung eines Verkehrsspiegels im Ortsrat zu beantragen. 

Das Anliegen der CDU stieß auch im Ortsrat auf einhellige Zustimmung. Beide Ortsratsfraktionen waren der Meinung, dass sich ein Verkehrsspiegel in dem unübersichtlichen Kreuzungsbereich für alle Verkehrsteilnehmer sehr positiv auswirken und insbesondere auch die Situation beim Begegnungsverkehr mit größeren Fahrzeugen wie Bussen und Lastkraftwagen entschärfen könne. Einstimmig votierten die Ortsratsmitglieder von CDU und SPD für die Aufstellung des Verkehrsspiegels. 

Nur kurze Zeit später hatte die Gemeindeverwaltung den Spiegel bereits bestellt und aufgestellt. Dabei wurde ein Modell gewählt, das durch die verwendeten Materialien für den langjährigen Außeneinsatz sehr gut geeignet ist.
Alwin Theobald, CDU-Ortsvorsitzender und Mitglied des Landtages bedankte sich herzlich bei Bürgermeister Andreas Feld und seinem Team in der Bauverwaltung sowie im Bauhof für die außerordentlich schnelle Umsetzung des Ortsratsbeschlusses und auch dafür, dass es sich Andreas Feld nicht nehmen ließ, gemeinsam mit Ortsvorsteher Peter Dörr bei der Aufstellung des neuen Verkehrsspiegels vor Ort selbst mit dabei zu sein.

Die Verkehrssicherheit in seiner Gemeinde sei ihm ein wichtiges Anliegen, so Feld. Gleichzeitig rief er aber auch alle Verkehrsteilnehmer zu gegenseitiger Rücksichtnahme im Straßenverkehr auf: "Beste Sicherheit im Straßenverkehr gibt es nur, wenn jeder ein wenig auf den anderen Acht gibt und sich alle an die Regeln halten. Ich wünsche allen Verkehrsteilnehmern an dieser Stelle, aber auch auf allen übrigen Wegen unfallfreie Fahrt!“ 



Montag, 16. November 2020

Wider das Vergessen: Kranzniederlegung zum Volkstrauertag dieses Mal in aller Stille

Die Gedenkfeier zum Volkstrauertag findet in Habach in aller Regel unter vergleichsweise großer Beteiligung der Bevölkerung statt. In diesem Jahr konnte aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie die Feier jedoch nicht in gewohntem Rahmen stattfinden. Statt unter Beteiligung der Männer und Frauen des Löschbezirks Habach und des DRK sowie des Fanfarenzuges der Freiwilligen Eppelborn fand die Kranzniederlegung in diesem schwierigen Jahr in aller Stille statt.

Ortsvorsteher Peter Dörr wurde deshalb in diesem Jahr nur von unserem Landtagsmitglied Alwin Theobald begleitet, um im Namen der Menschen in Habach den Kriegstoten aller Nationen und den Opfern von Gewaltherrschaft zu gedenken. 

"Ob Fremde oder Bekannte - es verbindet uns mehr als uns trennt. Dies gilt gerade auch in einem kleinen Dorf wie Habach, das in den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkrieges, dem Morgen des 15. März 1945, noch von einem verheerenden Fliegerangriff heimgesucht wurde", so Alwin Theobald.

Ortsvorsteher Peter Dörr ergänzte: "So wie jener Tag, der in unserem kleinen Ort viele Menschenleben forderte, soll uns auch jeder Volkstrauertag aufs Neue Mahnung sein für Frieden, Einigkeit und Versöhnung. Ein Tag, an dem sichtbare Zeichen gesetzt werden gegen Hass, gegen Gewalt und gegen Intoleranz.  Ein Tag der Demut, aber auch des Miteinanders, der Solidarität und der Achtsamkeit gegenüber dem Nächsten. Dem Frieden gilt unsere Verantwortung – unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt."

Mittwoch, 11. November 2020

Bürgerhaus Habach wird fit gemacht für die Zukunft - 500.000 Euro sollen investiert werden

Das Bürgerhaus in Habach soll von Grund auf saniert und modernisiert werden. Das hat der Gemeinderat in dieser Woche in einer Grundsatzentscheidung beschlossen. Rund ein halbe Million Euro sollen in den kommenden Jahren investiert werden, um das Dach, die Fassade, die Fenster, die Küche, den Thekenbereich sowie die sanitären und die elektrischen Anlagen zu erneuern und zu modernisieren. Gleichzeitig sollen der Brandschutz auf den neuesten Standard gebracht und sowohl die Innenräume neu gestaltet werden. Auch der Klimaschutz und die Reduzierung der Energiekosten wird eine wichtige Rolle spielen, damit das Bürgerhaus Habach zukunftssicher gemacht werden kann.

Über Jahre hinweg wurden die kleineren Dörfer in der Gemeinde Eppelborn bei kommunalen Investitionen vergleichsweise stiefmütterlich behandelt, Prioritätenlisten und auch solide Finanzierungsvorschläge wurden in den kommunalen Haushalten und den Investitionsprogrammen in aller Regel nicht berücksicht. Selbst richtig gute Chancen wurden nicht genutzt: Nachdem ich 2016 selbst Gespräche mit Mitgliedern der Landesregierung geführt hatte, wurden aus Saarbrücken Zuschüsse in Höhe von bis zu 75 Prozent der Investitionskosten signalisiert. Die Chance wurde jedoch seitens der damaligen Verwaltungsspitze im Eppelborner Rathaus bedauerlicherweise nicht genutzt. Der Fokus lag eben nicht mehr auf den kleinen Dörfern.

Das hat sich mit dem Wechsel an der Rathausspitze und den neuen Mehrheitsverhältnissen im Gemeinderat grundlegend geändert: Mit einer Investitionsoffensive soll die kommunale Infrastruktur auf Vordermann gebracht werden. Davon profitiert nun auch das Bürgerhaus Habach, das für die lebendige dörfliche Gemeinschaft ebenso wie für die Vereine des 750-Seeelen-Dorfes einen wichtigen Veranstaltungsort und einen Kommunikationsmittelpunkt darstellt.

Auch das im Bürgerhaus integrierte Sicherheitszentrum, das sowohl die Freiwillige Feuerwehr als auch das Deutsche Rote Kreuz beherbergt, wird bei der Modernisierung berücksichtigt werden.

Damit das Großprojekt finanziert werden kann, wollen Bürgermeister Andreas Feld und seine Bauverwaltung bei der Landesregierung Zuschüsse aus Mitteln des Landes, des Bundes und auch der Europäischen Union beantragen. Vor allem das EU-Förderprogramm ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) soll mit einem Förderanteil von rund 65 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben eine wichtige Rolle spielen. 

Für die Investitionen in den Bereich des Sicherheitszentrums von Feuerwehr und DRK, die ungefähr ein Drittel der Gesamtkosten ausmachen und nicht über das EU-Programm gefördert werden können, hofft die Verwaltung auf eine Bedarfszuweisung von Innenminister Klaus Bouillon in Höhe von 50 Prozent.

Damit auch der Gemeindeanteil an den Sanierungskosten seriös finanziert werden kann, sollen sich die Baumaßnahmen in mehreren Bauabschnitten über vier Jahre von 2021 bis 2024 erstrecken. Dabei soll der zeitliche Anteil, in dem das Dorfgemeinschaftshaus nicht genutzt werden kann, jeweils möglichst kurz gehalten werden.

Donnerstag, 19. Dezember 2019

CDU Habach präsentiert den neuen Dorf- und Veranstaltungskalender 2020

Rechtzeitig vor dem Jahreswechsel präsentierte der CDU-Ortsverband Habach in dieser Woche seinen "Habacher Dorf- und Veranstaltungskalender 2020". Der Kalender, der über 80 Dorftermine enthält, spiegelt eindrucksvoll das überaus lebendige Dorfleben in dem kleinen Eppelborner Gemeindebezirk Habach. Die beliebten Habacher Waldfeste sind ebenso aufgeführt, wie das „Stricken und Maijen“ im Bauernhaus, Mitgliederversammlungen der örtlichen Vereine, das Bürgerfrühstück oder das Volksliedersingen. Auch die Termine für die Abfall- und Wertstoffentsorgung sind mit kleinen Symbolen festgehalten. Damit ist der Kalender, den die CDU Habach in diesem Jahr bereits zum 18. Mal herausgibt, speziell auf die Bedürfnisse eines Dorfes und seiner Einwohner zugeschnitten.

Das Team der CDU Habach präsentiert den druck-
frischen Habacher Dorfkalender 2020:
(v.l.: Gemeinderätin Aline Kunz, die stellv. Orts-
vorsteherin Marliese Weber, Ortsvorsteher Peter Dörr,
der CDU-Ortsvorsitzende Alwin Theobald MdL,
Ortsrätin Ursula Klos und sowie der Sprecher der
CDU-Fraktion im Ortsrat Habach René Finkler.
„Unser Habacher Dorf- und Veranstaltungskalender ist der sicht- und greifbare Beleg eines lebendigen und kunterbunten Dorflebens“, sagt Alwin Theobald, der als Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Habacher den Kalender nicht nur herausgibt, sondern auch Jahr für Jahr selbst erstellt. 
Er weist darauf hin, dass der Volksliedersingkreis, das DRK und die Feuerwehr, der Ortsrat, die Stiftung Kulturgut, die Habacher Vereine, aber auch die CDU selbst, mit ihren  Veranstaltungen zu einem gut gefüllten Jahreskalender beitragen: "Ohne das unglaubliche ehrenamtliche Engagement, das es in Habach gibt, wäre der Kalender nur ein buntes, aber fast leeres Blatt Papier. Es ist der Verdienst unserer Dorfgemeinschaft insgesamt, dass es den Habacher Dorf- und Veranstaltungskalender überhaupt gibt", so Alwin Theobald.

Rund 400 Exemplare verteilen die eifrigen Helferinnen und Helfer der CDU Habach bis Weihnachten an die Haushalte ihres Dorfes. 
Der Kalender – auch das zeichnet die CDU Habach aus – wurde auch in seiner aktuellen Ausgabe selbstverständlich wie immer klimaneutral gedruckt. 

Sollten Sie bis zum Jahresbeginn aus irgendwelchen Gründen jedoch keinen Kalender in ihrem Briefkasten in Habach finden: Ortsvorsteher Peter Dörr und sowie der CDU-Ortsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Alwin Theobald haben stets noch einige Exemplare auf Lager.

Sie können sich den Kalender aber auch gerne selbst ausdrucken:


Download des Habacher Dorf- und Veranstaltungskalenders 2020

Sonntag, 13. Oktober 2019

Am Grillplatz in Habach soll eine neue Schutzhütte entstehen

Habach. Die CDU Habach fordert die Neuerrichtung einer Schutzhütte im Bereich des Grillplatzes hinter dem Waldpark-Stadion in Habach. 
Sie hat aus diesem Grund bereits Gespräche mit Ortsvorsteher Peter Dörr aufgenommen. Der Ortsrat Habach soll sich bereits in seiner nächsten Sitzung mit dem Vorhaben beschäftigen. 

Unser Foto zeigt die alte Schutzhütte. Der Zahn der Zeit hat an ihr genagt, die schweren Stürme der letzten beiden Jahre haben ihr zugesetzt und sie windschief werden lassen. Mittlerweile wurde die alte Schutzhütte durch die Gemeinde abgerissen. Geht es nach der CDU in Habach ist die Errichtung einer neuen Schutzhütte gleichzeitig auch der Einstieg in eine Aufwertung des gesamten Areals mit Grillplatz als Ort der Naherholung.

„Über Jahrzehnte hinweg stand hinter dem Waldpark-Stadion eine Schutzhütte, die gemeinsam mit dem Grillplatz oft und gerne von Wanderern und Spaziergängern, aber auch von Schulklassen und kleineren Gruppen genutzt wurde“, erklärt Alwin Theobald, Vorsitzender der CDU in Habach. Trotz Pflege und regelmäßigen kleineren Reparaturen hätten Wind und Wetter der alten Schutzhütte jedoch im Laufe der Zeit so sehr zugesetzt, dass sie vergangenen Jahr schließlich abgerissen werden musste. 
Das gesamte Areal sei stets ein Anziehungspunkt gewesen und in früheren Jahren auch im Rahmen des Wettbewerbes „Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft“ immer wieder positiv bewertet worden, begründet Theobald den Vorstoß seiner Partei, eine neue Hütte zu errichten.
„Als Teil eines attraktiven Platzes zur Naherholung und zur Freizeitgestaltung war die alte Schutzhütte wichtig für die Dorfgemeinschaft. Wir sind überzeugt, dass es Ortsvorsteher Peter Dörr gelingen kann, im Falle des Wiederaufbaues der Schutzhütte auch Vereine und Einzelpersonen dafür zu gewinnen, im Rahmen ehrenamtlichen Engagements das gesamte Umfeld ebenfalls noch einmal neu und attraktiv zu gestalten,“ zeigt sich Theobald überzeugt. 

Donnerstag, 26. September 2019

CDU-Landtagsfraktion Saar im Klima-Dialog mit Eckart von Hirschhausen und weiteren Wissenschaftlern

"Viele Impulse, viele Denkanstöße für jeden Einzelnen, der heute vor Ort war, bei hochspannenden Vorträgen und einer sehr ernsthaften Diskussion auf der Klimakonferenz der CDU-Landtagsfraktion! Es sind viele Stellschrauben, an denen wir drehen können und müssen, politisch und persönlich, ohne Schaum vorm Mund, ohne moralische Keule, aber mit Ernsthaftigkeit und Beherztheit."
So lautet das Fazit meiner Landtagskollegin Jutta Schmidt-Lang nach unserem Klimadialog und den Vorträgen von Dr. Eckart von Hirschhausen, dem Klimaforscher Prof. Dr. Florian Kapmeier sowie dem Agrarwissenschaftler und Landwirt Felix Prinz zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und der anschließenden Diskussionsrunde mit dem Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Alexander Funk und der saarländischen Gesundheitsministerin Monika Bachmann. 


Es war eine wegweisende Veranstaltung, zu der die CDU-Landtagsfraktion in die Saarbrücker Congresshalle eingeladen hatte - eine Veranstaltung die zeigt, dass wir als Christdemokraten den Klimawandel und die realen, zum Teil längst sichtbaren Auswirkungen auf Mensch und Natur nicht nur ernst nehmen, sondern auch über Diskussion und Auseinandersetzung aktiv zu neuen wirksamen Maßnahmen finden und bereits eingeleitete Schritte zielorientiert weitergehen wollen.

Der Mediziner, Kabarettist, Journalist und Autor Dr. Eckart von Hirschhausen ist Mitglied der Scientists for Future, eine Bewegung, von Wissenschaftlern, die sich für ein politisches Handeln zur Überwindung der Klimakrise einsetzt. In seinem Eingangsstatement berichtete er anschaulich über seinen Klick-Moment in Bezug auf die Klimafrage. Er berichtete, wie durch die Hitze im Sommer des vergangenen Jahres in nicht klimatisierten Krankenhäusern und Pflegeheimen Menschen den Tod fanden und dass Pflegekräfte und ärztliches Personal, die selbst unter der Hitze litten, bei 40 Grad noch kollabierten Menschen zu Hilfe eilten.

Felix Prinz zu Löwenstein ist nicht nur Agrarwissenschaftler, sondern selbst auch Landwirt und Besitzer großer Waldflächen. Sachlich, aber auch sichtlich betroffen schilderte er, dass selbst robuste, 150 Jahre alte Eichenwälder durch die heißen Sommer und die trockenen Winter massiv leiden und die Gefahr besteht, dass sie großflächig absterben. Er zeigte auf, vor welchen Herausforderungen die Landwirtschaft vor dem Hintergrund der klimatischen Veränderungen steht und welche Fehler sie noch immer macht. Nichtsdestoweniger aber machte er auch deutlich, welche wichtigen Beiträge gerade die Landwirtschaft leisten kann, um den Klimaveränderungen zu begegnen und insbesondere Kohlendioxid, eines der maßgeblichen Treibhausgase, zu binden.

Auch Prof. Dr. Florian Kapmeier band die rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung wie schon zuvor Eckart von Hirschhausen aktiv in seinen Vortrag ein, nachdem er zunächst die neuesten Berechnungen präsentierte, nach denen die Durchschnittstemperatur bis zum Ende des laufenden Jahrhunderts um bis zu 4,2 Grad ansteigen könnte, wenn wir nichts dagegen tun und die Menschheit so weitermacht wie bisher.
Aufgabe des Publikums war es, Vorschläge zu machen, wir man den Temperaturanstieg mindern könnte.
Anhand des Simulationsmodell C-Roads, das auch die Profis bei Klimaverhandlungen nutzen, zeigte er sodann sehr eindrucksvoll, welche Auswirkungen die einzelnen Maßnahmen auf die Temperaturprognose haben.
Das Urteil der Simulation ist dabei sehr ernüchternd: In Schritten von 0,1 oder 0,2, ganz selten einmal von 0,3 bewegt sich die Anzeige nach unten. „Ist das der Schlüssel?" fragte der alerte Wissenschaftler immer wieder das jeweils verneinende Publikum. Die immer wieder darauffolgende Frage "Aber ist es ein richtiger Schritt?" hingegen konnte jeweils mit einem deutlichen "Ja" beantwortet werden.


Zum Ende der Veranstaltung, in deren Rahmen auch viele der Veranstaltungsgäste zu Wort kamen, hatte sich eines herauskristallisiert: Es gibt nicht DIE EINE MASSNAHME.
Aber es gibt eine Vielzahl von Stellschrauben, an denen sich drehen lässt und die vor allem für die Durchschnittsbürger keineswegs nur Belastungen und Nachteile mit sich bringen müssen. Einiges davon findet sich auch in dem aktuellen "Klima-Paket" der Bundes wider.

Das Klima-Paket mag vielleicht noch nicht der Weisheit letzter Schluss sein, aber es ist ein weiterer richtiger Schritt.
Jeder Mensch muss sich aber auch selbst die Frage stellen, wie er sein persönliches Verhalten so ändern kann, dass er außerhalb staatlicher Maßnahmen seinen eigenen individuellen Beitrag leisten kann.
Ja: Es ist eine globale Herausforderung.

Und ja: Deutschland alleine kann die Welt nicht retten.

Aber wir können schon einmal damit anfangen. 

Wir können zeigen, was alles möglich ist.
Wir können zeigen, dass wirtschaftliches Wachstum und relativer Wohlstand auch dann möglich bleiben, wenn man nachhaltig und zukunftsorientiert wirtschaftet, forscht und sich weiterentwickelt.

Wir haben es schon in so vielen Bereichen geschafft, uns zum weltweiten Technologieführer zu entwickeln. Warum soll das nicht auch bei neuen, bei umweltfreundlichen, bei nachhaltigen Technologien möglich sein?
Wie fasste es Jutta Schmitt-Lang so treffend zusammen:
"Es sind viele Stellschrauben, an denen wir drehen können und müssen, politisch und persönlich, ohne Schaum vorm Mund, ohne moralische Keule, aber mit Ernsthaftigkeit und Beherztheit."